Miner - Mineralogie Erlangen

Projektleitung

Prof. Dr. M. Göbbels

 

Mitarbeiter

Dipl.-Min. Sebastian Bergold

 

Stichwörter:

Cordierit, Kristallchemie, Phasenbeziehungen, Einkristallzüchtung

 

Kristallchemie, Phasenbeziehungen und Einkristallzüchtung von Cordierit

Polykristalline Cordierit-Keramik
Polykristalline Cordierit-Keramik

Cordierit ist bei der metamorphen Charakterisierung von Gesteinen einerseits und in der technischen Anwendung andererseits ein wichtiges und kristallchemisch variables Mineral. Als technische Keramik mit geringem Ausdehnungsvermögen ist besonders die Koexistenz mit Mullit und anderen Verbindungen oder Gläsern von Interesse. Cordierit besitzt aufgrund einer strukturbedingten kristallchemischen Variabilität ausgedehnte Mischkristallbereiche. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes sollen die Phasenbreiten des Cordierit temperaturabhängig bei Normaldruck in Luft im System SiO2-MgO-FeO-Al2O3-Fe2O3-Cr2O3-TiO2 untersucht werden. Begünstigt durch die kanalartige Struktur des Cordierit können in natürlichen Cordieriten verschiedene leichtflüchtige Komponenten, wie H2O oder CO2, abhängig von Bildungsbedingungen eingelagert werden. Zur Untersuchung der Druck/Temperaturabhängigkeit dieser Einlagerungen und zur definierten Einlagerung der leichtflüchtigen Komponenten werden Einkristalle benötigt. Ein weiteres Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Züchtung von Cordierit-Einkristallen mit dem optischen Zonenschmelzverfahren.