Miner - Mineralogie Erlangen

Projektleitung

Prof. Dr. M. Göbbels

 

Mitarbeiter

M.Sc. F. Riedel

 

 

Stichwörter:

Phasenbeziehungen, Hexaferrite, Dauermagnetwerkstoffe, Struktur

 

Phasenbeziehungen, Strukur und magnetische Eigenschaften von Hexaferriten

Struktur von Magnetoplumbit
Struktur von Magnetoplumbit
Struktur von Bariumhexaaluminat
Struktur von Bariumhexaaluminat

Im Rahmen dieses Vorhabens sollen die Phasenbeziehungen von Mehrstoffsystemen SrO-Fe2O3, SrO-MeO-Fe2O3 (Me - Zn, Mg, Co) sowie SrO-MeO-Me’Ox-Fe2O3 (Me - Co, Zn; Me’ - La, Ti) aufgeklärt sowie das Zusammenspiel von Kristallstruktur, Stöchiometrieabweichung, Ladungstransport und magnetischen Eigenschaften untersucht werden. Es soll die Existenz von Verbindungen in den für Magnetanwendungen wichtigen Systemen verifiziert und deren Kristallstruktur bestimmt werden. Für SrFe12O19 wird die Phasenbreite und Nichtstöchiometrie bestimmt und deren Auswirkung auf die magnetischen Eigen- schaften untersucht. In den ternären Systemen wird die Ausbildung von Hexaferrit-Stapelvarianten und deren Phasenbreite untersucht; Phasen mit hoher Sättigungs- magnetisierung und Kristallanisotropie werden identifiziert. Beim Übergang vom Sr-Hexaferrit zu Vierstoffsystemen durch Doppelsubstitutionen werden neue Verbindungen mit optimierten magnetischen Eigenschaften angestrebt. Weiterhin sollen die Bedingungen zur Herstellung von doppelsubstituierten Hexaferriten und W-Typ-Ferriten mit optimierter keramischer Gefügestruktur abgeleitet und Gefüge-Eigenschaftskorrelationen aufgezeigt werden. Damit sollen diese Materialien als verbesserte permanent- magnetische Ferritwerkstoffe mit erhöhter Remanenz (Br>440 mT) und Koerzitivfeldstärke (HCI>250 kA/m) qualifiziert werden.