Miner - Mineralogie Erlangen

Mitarbeiter

Dipl.-Min. Sebastian Klaus

M.Sc. Florian Hüller

Stichwörter:

Weißzement, Calciumaluminatzement, Schnellzement, Hydratation, Wärmeflusskalorimetrie, in-situ XRD, Zitronensäure

Schnellzement auf Basis von Weißzement und Calciumaluminatzement

Röntgendiffraktometer mit Vantec Detektor
Röntgendiffraktometer mit Vantec Detektor
Modell zur Hydratation von Calciumaluminatzement
Modell zur Hydratation von Calciumaluminatzement

Ständig steigende Anforderungen an Bindemittel schufen eine breite Palette an Spezialzementen, die fortlaufend erweitert wird. Bei den klassischen Zementsystemen werden auch Mischungen aus Calciumaluminat- und Portlandzement eingesetzt. Der in geringen Mengen zugesetzet Calciumaluminatzement fungiert in erster Linie als Erstarrungsbeschleuniger für den vergleichsweise träge reagierenden Portlandzement. Die Nachfrage nach solchen Produkten steigt ständig, eine gute und ausreichend lange Verarbeitungszeit ist hier ähnlich wichtig wie eine möglichst schnelle Festigkeit der Zemente.
Für die mineralogische Untersuchung der während der Hydratation ablaufenden Vorgänge wird anstelle der technischen Zemente eine Modellklinkermischung eingesetzt. Vor dem eigentlichen Einsatz im WZ-CAZ-Modellsystem wird der synth. WZ-Klinker noch mit Ca-Sulfatträger versetzt. Zur Kontrolle der Sulfatierung wird eine qualitative in-situ Phasenanalyse und kalorimetrische Untersuchungen des Wärmeflusses der hydratisierenden Pasten eingesetzt. Dabei wird die Hydratation des synthetischen Modellsystems stets mit der im technischen System auftretenden Hydratation abgeglichen. Die Untersuchung des Einflusses von Zitronensäure und auch des in unterschiedlicher Menge und Art (Anhydrit II, Anhydrit III, Bassanit) eingesetzten Ca-Sulfates auf das Modellsystem Weißzement-Calciumaluminatzement steht im Mittelpunkt der Experimente.