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Kalorimeterlabor

Kalorimeterlabor der Mineralogie
Kalorimeterlabor der Mineralogie
Peltierelement zur Temperaturmessung
Peltierelement zur Temperaturmessung
Vierlingsmesssytem des Erlanger Kalorimeters
Vierlingsmesssytem des Erlanger Kalorimeters
Anrühren einer bauchemischen Formulierung
Anrühren einer bauchemischen Formulierung

Am Lehrstuhl für Mineralogie werden seit ca 25 Jahren eigene isotherme Reaktionskalorimeter entwickelt und hergestellt. Die Entwicklung der Kalorimeter geht auf Prof. Dr. H.-J. Kuzel (Lehrstuhl für Mineralogie in Erlangen bis 1997) zurück. Die letzte Entwicklungsstufe wird als Erlanger Kalorimeter bezeichnet. Zur Zeit werden 3 Vierlingskalorimeter eigener Fertigung am Lehrstuhl betrieben. Die Messysteme beruhen auf einer Differenzschaltung von jeweils 71 in Reihe geschaltenen BiTe Halbleiter- Peltierelementen. Die Kalorimeter verfügen über folgende Spezifikation

Anzahl der Messkanäle3
Arbeitstemperatur5 - 50 °C
Temperaturkonstanz Flüssigthermostat± 0,02 °C
Maximales Probenvolumen9 ml
Meßbereich (maximal)2000 mW
Nachweisgrenze2 µW
Empfindlichkeit bei 23°Cca. 90 µV/mW
Zeitkonstante (Kst. oder Cu-Tiegel) ca. 75 s
Kurzzeitrauschen< 1 µW
Wärmefluß (Reproduzierbarkeit)besser 1 %
Temperaturkonstanz± 0,3 °C
Umgebungstemperatur 20-30 °C

Darüberhinaus betreibt der Lehrstuhl für Mineralogie zwei commerzielle TAM Air Systeme mit jeweils 8 Messkanälen.

Die Kalorimeter werden in Projekten zur Untersuchung des Hydratationsverhaltens von Portlanzementen und Tonerdezementen in wechselwirkung mit Additiven eingesetzt. Darüberhinaus werden Calciumphosphatzemente auf ihre Reaktivität überprüft.