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Expedition SO-229 VANUATU (26.06.-26.07.2013)

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Die wissenschaftliche Crew und die Tauchroboter-Operatoren von SO-229

Eckdaten

  • ca. 1,1 Mio. € Fördermittel, bereitgestellt durch das Opens external link in new windowBundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • 32 Tage auf See mit dem deutschen Forschungsschiff SONNE von Townsville (AUS) zum Arbeitsgebiet östlich von Vanuatu (Coriolis Troughs) und zurück nach Nouméa (F)
  • Eingesetzte Geräte: Tiefseeroboter Kiel 6000, TV-Greifer, Vulkanitstoßrohr, CTD, MAPR
  • Kooperationen: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR, Dr. U. Schwarz-Schampera), Jacobs Universität Bremen (Prof. Dr. A. Koschinsky), Christian-Albrechts-Universität Kiel (Dr. C.-D. Garbe-Schönberg), Universität Ottawa (Prof. Dr. M. Hannington), Nautilus Minerals (Australien)
Übersicht der plattentektonischen Situation in südwestlichen Pazifik nach DeMets et al. (1994) und dem PLATES Projekt (2006).

Fahrtteilnehmer aus Erlangen

Prof. Dr. Karsten M. Haase
Dr. Christoph Beier
Dr. Philipp A. Brandl
Fabian Kemner
Michael Greß

Das Forschungsprojekt "COVOLVE"

 

Projektzusammenfassung

Der südliche Neue Hebriden Inselbogen wird seit ca. 3 Ma geriftet, so daß drei vulkanische und hydrothermal aktive Riftbecken im Coriolis Becken entstanden sind. Weltweit einzigartig ist das Auftreten von alkalinen Inselbogenmagmen mit Anreicherungen an Nb und Ta im Vergleich zu den stark verarmten Inselbogenmagmen an anderen Lokalitäten, sowie  das Auftreten unterschiedlicher Magmenquellen deren Verteilung und Bildung unklar ist. Die Bedeutung und Herkunft alkaliner Magmen für metallogenetische Prozesse in jungen Inselbögen ist bisher ungeklärt. Ein Beispiel findet sich bisher lediglich im Tabar-Lihir-Tanga-Feni Inselbogen in Papua Neuguinea, wo eine Fraktionierung hochvolatiler Elemente und eine der reichsten Goldlager­stätten auftritt. Eine detaillierte stratigraphische Beprobung der aktiven Vulkane im südlichen Inselbogen und im Backarc ermöglichen daher einmalige Möglichkeiten zur Bestimmung der Magmenquellen und des Mantelflusses in den letzten 6 Ma. Drei Vorkommen von hydrothermalen Quellen bzw. Präzipitaten wurden im Inselbogen der Neuen Hebriden bisher beschrieben, aber nicht detailliert untersucht. Im Rahmen dieses Projektes sollen mit dem ROV (Remotely Operated Vehicle) Kiel 6000 die hydrothermalen Quellen untersucht und beprobt werden, um die Zusammensetzung der Fluide, der Präzipitate und der Faunen zu bestimmen. Die Magmen des Inselbogens enthalten sehr viel Schwefel und haben eine ungewöhnliche Zusammensetzung, die vermutlich auch Auswirkungen auf die hydrothermalen Prozesse hat.

Mit dem ROV sollen die zeitliche und chemische Variabilität zwischen Magmengenese, Vulka­nismus und Hydrothermalismus an submarinen Calderen im Coriolis Becken untersucht werden. Von Bedeutung sind Fragen der lithologischen Kontrolle durch volatilreiche, alkaline Magmen und Einflüsse vulkanischer Entwicklung auf metallogenetische Prozesse sowie der Fluiddynamik und –entwicklung. Die Auswirkung unterschiedlicher Wassertiefen auf die Entgasungs­prozesse und Zusammensetzung hydrothermaler Fluide steht dabei im Vordergrund. Ein weiterer Schwer­punkt liegt in der Untersuchung der Variabilität magmatischer Differenziation (trachybasaltisch-trachyandesitisch-dazitisch) entlang kurzer Inselbogenabschnitte und Rückkopplung auf Metallfraktionierung und hydrothermale Aktivität. 

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R/V SONNE

R/V SONNE im Hafen von Townsville (Foto: P.A. Brandl)

Die Opens external link in new window"SONNE" ist ein 97,6 m langes Forschungsschiff der Bundesrepublik Deutschland. Es wurde 1969 erbaut und ist für Tiefseeforschung im Pazifischen und Indischen Ozean konzipiert. Die aktuelle Position der "SONNE" finden Sie Opens external link in new windowhier. Im April 2013 wurde mit dem Opens external link in new windowBau der neuen "SONNE" begonnen.

ROV Kiel 6000

ROV Kiel 6000 vor der Verschiffung nach Townsville (Foto: P.A. Brandl)

Das Remotely Operated Vehicle (kurz ROV) Kiel 6000 ist ein wissenschaftlicher Tauchroboter der Klasse Quest 7 und erlaubt Forschung in bis zu 6000 m Wassertiefe. Neben hydraulischen Greifarmen, stehen den Wissenschaftlern zahlreiche Sensoren und hochauflösende Kameras zur Verfügung. Betrieben wird das ROV vom Opens external link in new windowGEOMAR in Kiel.