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Rekonstruktion des Klimas des Altpaläozoikums

Ozarkodina sp.

Bisherige geochemische Ansätze, das paläozoische Klima zu rekonstruieren, beruhen im wesentlichen auf Sauerstoffisotopenanalysen von Brachiopodenkalzit. Unter der Annahme, daß die δ18O-Werte der paläozoischen Meere nahe dem der heutigen Ozeane lagen, ergeben sich dabei anhand der Sauerstoffisotopenwerte von Brachiopodenkalzit jedoch besonders für das Kambro-Ordovizium unrealistisch hohe Wassertemperaturen. Eigene Untersuchungen im Devon bis Perm zeigten, daß der Sauerstoff von Conodontenapatit ein hohes Potential zur Rekonstruktion von hochauflösenden Sauerstoffisotopenkurven besitzt. Sauerstoffisotopenanalysen an Conodontenapatit werden genutzt, um für den Zeitraum Oberkambrium bis Silur eine detaillierte Klimakurve zu erstellen bzw. Aussagen zum Ausmaß möglicher Vereisungen zu treffen. Der Vergleich der δ18O (Conodonten-Apatit) und δ13C (Gesamtgestein) Exkursionen mit dem Gang der Evolution (extinction, radiation) sollen dazu beitragen, Zusammenhänge zwischen Änderungen im globalen Kohlenstoffkreislauf, Klima und der Evolution im Altpaläozoikum besser zu verstehen?

DFG Projekt: 2006-2008

 

 

Arbeitsgruppe

PD Dr. Lehnert
PD Dr. Joachimski
Prof. Dr. Buggisch