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Erstsemester-Einführung 2017

Die Einführungsveranstaltung für den Bachelor Geowissenschaften für Studienanfänger im WS 2017/18 findet in diesem Jahr an folgendem Termin statt:

Donnerstag, 12. Oktober 2017
Uhrzeit: 10.00 Uhr
im Hörsaal Geologie, Schlossgarten 5, Erlangen

Anmeldung zum Bachelor Geowissenschaften

Informationen zur Einschreibung für den Studiengang Geowissenschaften (Bachelor) finden Sie unter:
Opens external link in new windowhttps://www.fau.de/studium/vor-dem-studium/bewerbung/einschreibung-immatrikulation/

Eine Einschreibung zum Sommersemester 2017 ist nur bei Universitätswechsel innerhalb eines Studiengangs Geowissenschaften möglich. Nächstmöglicher Studienbeginn im Bachelor Geowissenschaften ist das Wintersemester 2017/18.

Die Einschreibung erfolgt:
1) Online über das Portal Opens external link in new windowwww.campo.fau.de; das Online-Portal ist  Opens external link in new windowab Anfang Juni freigeschalten.

2) Persönlich bei der Studentenkanzlei in der Halbmondstraße 6, Zimmer 0.034. Die Termine für die persönliche Einschreibung bei der Studentenkanzlei finden Sie Opens external link in new windowhier (zulassungsfreie Studienfächer).

Informationen zu Einführungsveranstaltungen an der FAU zum Studienbeginn WS2017/18 finden Sie Opens external link in new windowhier.

Informationen zu Repetitorien (Crashkurs Chemie) finden Sie Opens external link in new windowhier.

Für den Bachelorstudiengang Geowissenschaften an der Universität Erlangen-Nürnberg gibt es aktuell keine Zulassungsbeschränkung in Form eines N.C.!

Das Studium kann jeweils zum Wintersemester begonnen werden!

Fragen?

Studienservicecenter Geowissenschaften (SSC)
Studienberatung für Schüler und Studieninteressierte

Fachstudienberatung Bachelor/Master während des Studiums Geowissenschaften

Katharina Ramsauer, M.Sc.
SSC Geowissenschaften

Schloßgarten 5, 91054 Erlangen
Tel.: +49 (0)9131 - 8522684
Opens window for sending emailssc-geowissenschaft(at)fau(dot)de
Termine nach Vereinbarung

Dr. Anette Regelous
Fachstudienberatung

Schloßgarten 5, 91052 Erlangen
Raum 0.105
Tel.: +49(0)9131 - 85 26 065
Opens window for sending emailanette.regelous(at)fau(dot).de
Termine nach Vereinbarung



Bachelor Studiengang Geowissenschaften

Fachgebiet Geowissenschaften

Die Geowissenschaften beschäftigen sich mit dem Aufbau, der Struktur, der Entwicklungsgeschichte und dem gegenwärtigen und künftigen Zustand unseres Planeten Erde und seiner Lebensräume. Beleuchtet werden alle geowissenschaftlichen Prozesse des Systems Erde in der Hydro-, Bio- und Lithosphäre. Dies umfasst die geologischen, chemischen, physikalischen und biologischen Vorgänge und Prozesse, die von der Entstehung der Erde bis hin zu ihrem heutigen Erscheinungsbild stattfanden und noch stattfinden und somit die wechselvolle Geschichte unseres Heimatplaneten widerspiegeln. Hierbei spielen z.B. die Plattentektonik, Vulkanismus und wechselnde Klimabedingungen eine bedeutende Rolle.

Der Blick von Geowissenschaftlern richtet sich aber nicht nur in die Vergangenheit! Auch aktuelle geowissenschaftliche Fragestellungen und Prozesse auf der Erde, wie z.B. der Klimawandel, die Erforschung der möglichen Vorhersage von Naturkatastrophen wie Tsunamis, Erdbeben und Vulkanausbrüche, oder die Veränderung in heute lebenden Organismengemeinschaften gehören zu den Forschungsschwerpunkten.

Wichtige angewandte Wissenschaftsbereiche sind zudem die Erforschung von Rohstoffvorkommen (Metalle, Geothermie, Erdöl, Erdgas), die Entwicklung von neuen Werkstoffen (Zemente, Hochleistungskeramiken, Knochenersatzstoffe) und ingenieurgeologische und hydrogeologische Fragestellungen (z.B. Baugrunduntersuchungen, Hangrutschungen, Ausweisung von Wasserschutzgebieten, Untersuchungen des Wasserkreislaufes).

Standen in den Anfängen der Geowissenschaften eher beschreibende Arbeiten zu den Gesteinen, Fossilien und dem gesamten Erscheinungsbild der Erde im Vordergrund, arbeiten die Geowissenschaftler heute mit hochspezialisierter und hochauflösender chemischer und physikalischer Labor- und Geländeanalytik. Deshalb sind die Geowissenschaften ein sehr vielfältiger Wissenschaftszweig in dem es ständig neue Forschungserkenntnisse und methodische Weiterentwicklungen gibt, um das System Erde besser zu verstehen.

Im Bachelorstudiengang Geowissenschaften wird den Studierenden ein grundlegendes Verständnis für geologische Prozesse und Zusammenhänge vermittelt. Die Studenten lernen geowissenschaftliche Methoden zur Bearbeitung von geologischen Fragestellungen kennen, die sie dann im Zuge ihrer ersten wissenschaftlichen Arbeit – der Bachelorarbeit – auch praktisch anwenden.

Die Erlangener Geowissenschaften sind bekannt für ein breites Exkursionsangebot. So erhalten die Studierenden die Möglichkeit interessante geologische Gebiete im In- und Ausland kennen zu lernen und ihr theoretisches Wissen aus den Vorlesungen praktisch anzuwenden. Exkursionsziele der letzten Jahre waren z.B. England, Frankreich, Italien, Niederlande, Griechenland, Indien, Schottland und natürlich viele interessante geologische Gebiete innerhalb Deutschlands.

 

Geowissenschaften am GeoZentrum Nordbayern

So vielfältig und interdisziplinär die Geowissenschaften sind, so interessant und abwechslungsreich ist das Studium an der Universität Erlangen-Nürnberg.

An unserem Institut sind drei übergeordnete Fachbereiche vertreten, die insgesamt fünf Spezialisierungsrichtungen im Studium anbieten. Dadurch können die Masterstudenten ihr geowissenschaftliches Studium dem eigenen Interessenfeld und späteren Anforderungen im angestrebten Berufsfeld anpassen.

  • Opens external link in new windowFachbereich Krustendynamik → besteht aus den Arbeitsgruppen „Sedimentologie“, „Strukturgeologie“, „Petrologie“, „Geochemie und Lagerstättenkunde“ sowie „Endogene Geodynamik-Magmatische Geochemie“

 

 

Petrologie-Geodynamik-Georessourcen (PG)

Diese Spezialisierungsrichtung befasst sich mit der Untersuchung geodynamischer Prozesse in der Erdkruste und des darunter liegenden Erdmantels, die grundlegend für das Verständnis der Entwicklung unseres Planeten sind. Hier spielen z.B. die Entwicklung von Magmen im Erdinneren und an aktiven Plattenrändern wie dem Mittelozeanischen Rücken und Subduktionszonen einen bedeutende Rolle. Zudem sind die Konsequenzen von magmatischer Aktivität auf der Erde für den Menschen, die sich in Form von Vulkanausbrüchen zeigen Gegenstand der Forschung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erforschung von magmatischen Erzlagerstätten, im Hinblick auf ihre Bildung und die mögliche Exploration. Untersuchungsmethoden sind vor allem isotopengeochemische und gesamtchemische Analysen von Gesteinen.

 

Angewandte Sedimentologie-Georessourcen (AS)

Hier werden die Prozesse, die zur Bildung von Sedimentgesteinen und den in ihnen enthalten Lagerstätten von nichtmetallischen Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas, Kohle und Baustoffen wie Sand, Kies und Naturwerksteinen, sowie deren mögliche Exploration untersucht. Auch die Erforschung des regenerativen Energieträgers Geothermie ist ein Schwerpunkt. Hier werden die thermischen Eigenschaften von Gesteinen für die Nutzung zur Wärme- und Stromerzeugung im Bereich von oberflächennaher und tiefer Geothermie erforscht. Die ebenfalls in dieser Fachrichtung angesiedelte Isotopenchemie von Kohlenstoff und Sauerstoff lässt Rückschlüsse auf die klimatischen Bedingungen bzw. Veränderungen in der Erdgeschichte zu.

 

Angewandte Geologie (AG)

Die Angewandte Geologie am GeoZentrum umfasst zwei Fachbereiche: die Ingenieurgeologie und die Hydrogeologie.

Der Schwerpunkt der Ingenieurgeologie in Erlangen liegt auf der Untersuchung von Georisiken in Form von Massenbewegungen (z.B. Hangrutschungen) in Mittelgebirgen und dem Alpenraum. Hier werden die mögliche Position, die Größenordnung und der Zeitraum in dem solche oft katastrophalen Ereignisse stattfinden untersucht. Als Untersuchungsmethoden werden beispielsweise Luftbildauswertungen, geodätische Vermessungen, direkte Bewegungsmessungen sowie boden- und felsmechanische Untersuchungen eingesetzt. Weitere Themen der Ingenieurgeologie sind z.B. Baugrunduntersuchungen, Tunnel- und Talsperrenbau, Geothermie, Altlastenuntersuchungen und Deponiebau.

Die Hydrogeologie befasst sich mit den Prozessen des Wasserkreislaufs auf unserer Erde. Dies beinhaltet Fragestellungen zur Dynamik von Grund- und Oberflächengewässern, Erhaltung und Sicherung der regionalen Wasserversorgung, Karsthydrogeologie und der Wasserchemie. Untersuchungsmethoden sind hier v.a. Isotopenanalysen und die Messung der Konzentrationen verschiedener im Wasser gelöster Ionen. Auch die mögliche Speicherung von CO2 im Untergrund ist ein Forschungsgebiet in der Hydrogeologie.

 

Angewandte Mineralogie (AM)

Die Erlanger Mineralogie ist angewandt ausgerichtet. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bauchemie (Zementmineralogie), Hochleistungskeramik (z.B. Leuchtstoffe) und Calciumphosphat für die Anwendung als Knochenersatzstoffe. Es werden Reaktionsabläufe in mineralogischen Stoffsystemen und deren Einfluss auf die Materialeigenschaften von Werkstoffen untersucht. Hauptuntersuchungsmethoden sind die Röntgendiffraktometrie und Kalorimetrie.

 

Paläobiologie/Paläoumwelt (PU/PB)

Die Paläobiologie befasst sich mit der Evolution von Ökosystemen in der Erdgeschichte. Es wird untersucht, welche Umweltbedingungen und Prozesse für Veränderungen in Organismengemeinschaften ausschlaggebend sind. Dabei wird der Blick nicht nur auf die Ökosysteme in der vergangenen Erdgeschichte gerichtet, sondern verstärkt auch die aktuellen Auswirkungen des Klimawandels auf die heutigen marinen Ökosysteme untersucht. Weitere Schwerpunkte sind die Karbonat-Sedimentologie, die Taxonomie mariner Fossilien und die Paläoumwelt-Rekonstruktion. Neben geologischer Geländearbeit wird die Forschung mit modernsten analytischen Methoden und statistischen Auswertungen großer paläobiologischer Datenbanken durchgeführt.

Berufsperspektiven

Die Berufsaussichten für Geowissenschaftler/innen sind aufgrund der Breite der Ausbildung im Studium und der Interdisziplinarität des Faches sehr gut. Je nach individueller Ausrichtung eröffnen sich über die Wahlmöglichkeiten und Spezialisierungen im Bachelor- und Masterstudium eine Vielzahl unterschiedlicher Berufsfelder. Arbeitsplätze für Geowissenschaftler finden sich beispielsweise in:

  • Industrie- und Wirtschaftsunternehmen (z.B. Rohstoffexploration, Materialentwicklung, Gerätehersteller)
  • Ingenieurbüros und Beratungsfirmen (z.B. Baugrunderschließung, Tunnelbau, Talsperrenbau, Geothermie, Altlastensanierung)
  • Forschungseinrichtungen und Universitäten (z.B. Grundlagenforschung, Vorhersage von Naturkatastrophen)
  • Bildungseinrichtungen und Museen
  • Behörden und Ministerien (z.B. Wasserversorgung, Umweltschutz)

 

Struktur des Bachelorstudiengangs Geowissenschaften

Die Regelstudienzeit im Bachelorstudiengang Geowissenschaften umfasst sechs Fachsemester. Der Studiengang ist vollständig modularisiert. Die Lehrveranstaltungen sind thematisch und zeitlich aufeinander abgestimmt und bauen didaktisch sinnvoll aufeinander auf. In jedem Modul werden von den Studierenden Prüfungsleistungen abgelegt, die mit der dem Modul entsprechenden Anzahl an ECTS-Punkten nach dem European Credit Transfer System, angerechnet werden. Ein Studiensemester besteht aus 30 ECTS (ein ECTS-Punkt entspricht einer Arbeitsleistung von 30 Stunden), so dass insgesamt 180 ECTS-Punkte zum erfolgreichen Abschluss des Bachelorstudiengangs erforderlich sind.

Das Bachelorstudium besteht aus Pflicht-, Wahlpflicht-, Vertiefungs- und Nebenfachmodulen, sowie geowissenschaftlichen Seminaren und der abschließenden Bachelorarbeit. Der Studiengang umfasst eine Grundlagen- und Orientierungsphase von zwei Fachsemestern sowie eine anschließende Bachelorphase von vier Fachsemestern. In der Grundlagen- und Orientierungsphase werden in erster Linie die naturwissenschaftlichen Grundlagen in den Nebenfächern Chemie, Mathematik, Physik und Biologie, sowie erste Einblicke in die Geologie, Mineralogie und Paläontologie vermittelt. Nach dem ersten Jahr erfolgt eine Grundlagen- und Orientierungsprüfung. Sie gilt als bestanden, wenn folgende Module im Umfang von 25 ECTS-Punkten bestanden sind:

  • Grundlagen der Geowissenschaften I
  • Minerale und Gesteine
  • Chemie
  • Geowissenschaftliche Arbeitsmethoden I

In der anschließenden Bachelorphase finden die Vertiefung der geowissenschaftlichen Grundlagen und die gelände- und laborbezogene Ausbildung statt. Im fünften Semester wählen die Studenten aus den fünf angebotenen Spezialisierungsrichtungen drei Hauptfächer als individuelle Vertiefung aus und belegen ein Schlüsselqualifikationsmodul, das aus einer frei wählbaren Lehrveranstaltung der FAU oder einer speziellen Lehrveranstaltung am GeoZentrum ausgewählt werden kann.

Im 6. Semester dient die schriftliche, zweimonatige Bachelorarbeit abschließend dazu, die selbständige Bearbeitung von geowissenschaftlichen Fragestellungen zu erlernen. Die Ergebnisse der Bachelorarbeit werden dann im Rahmen eines geowissenschaftlichen Seminars durch einen Vortrag mit anschließender Diskussion vorgestellt.

Die Bachelorprüfung ist ein erster berufsqualifizierender Abschluss des wissenschaftlichen Studiums. Nach erfolgreichem Abschluss wird der Titel Bachelor of Science (B.Sc.) verliehen.

Qualifikationsvoraussetzungen

Aktuell ist der Bachelor Studiengang Geowissenschaften zulassungsfrei (N.C. frei)!

Bachelorarbeit

Die Bachelorarbeit kann frühestens nach Ende der Vorlesungszeit des fünften Fachsemesters und nach dem Erwerb von mindestens 120 ECTS-Punkten vergeben werden. Die erfolgreich abgeschlossene Bachelorarbeit entspricht einem Arbeitsaufwand von 12 ECTS-Punkten, die Präsentation der Bachelorarbeit im Rahmen eines Kolloquiums wird mit 3 ECTS-Punkten bewertet. 

Der Bachelorstudiengang Geowissenschaften bereitet auf die Tätigkeiten in Industriebetrieben, Ingenieurbüros, Behörden und vergleichbaren Einrichtungen vor. Der Studiengang bildet die Grundlage für weiterführende Master- und Promotionsstudiengänge.

 

Studieninteressierte, die sich einen Überblick über das Basiswissen in der Geologie und die naturwissenschaftlichen Nebenfächer verschaffen möchten, seien auf folgende Initiates file downloadLiteraturvorschläge verwiesen.